AMOD - acoustic modification

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Der AMOD ist eine Modifikation für bestehende elektronische Hopper1).

I.d.R. ist im Feed 2) eine Lichtschranke, die prüft, ob das Feed mit Kugeln gefüllt ist, ist das nicht der Fall, so springt der Motor im Hopper kurz an und bewegt die Paint.

Bei langsamen Markierer (ca. 1-5 bps3)) reichen Hopper mit Lichtschranke. Heute sind jedoch eher 15-20 bps üblich, dabei kann man sich keine Leerschüsse mehr leisten, da im Grunde jeder Leerschuss ein versäumter Treffer sein könnte.

Der AMOD sorgt dafür, dass gleich nach jedem Schuss der Motor kurz anspringt und die Paint bewegt, bei schnellen Schussfolgen wird ständig gerührt.

Funktionsweise/Aufbau

Stückliste

Bezeichnung Typ Bestellnummer Anzahl Preis [ € ] Gesamt [ € ]
R1 Widerstand, 10k SMD 1/4W 10k 1 0.10 0.10
R2,R5 Widerstand, 470k SMD 1/4W 470k 2 0.10 0.20
R3,R4 Widerstand, 1k SMD 1/4W 1k 2 0.10 0.20
C1 Kondensator, 0.1uF X7R-G1206 100N 1 0.10 0.10
C2 Elektrolyt-Kondensator, 1uF SMD TAN. 1,0/16 1 0.40 0.40
C2 Kondensator Mikrofonkapsel MCE 100 1 0.60 0.60
T1,T3 Transistor, BCX17 BCX 17 SMD 2 0.10 0.20
T2 Transistor, BF840 1 0.20 0.20
2.00

Bei allen AMODs ersetzt ein regelbarer 50kOhm Widerstand R3 und R2.

Um die Dauer einstellen zu können sollte man einen regelbaren Spannungsteiler anstelle von R5 einsetzen.

Bei dem z- bzw. neuem y- Board des Evolutions ist das überflüssig, da der Mikrocontroller die Drehdauer regelt.

Funktionsweise

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Die Funktionsweise vom AMOD ist rellativ einfach:

An der Stelle werden die Prozesse als quasi-digital angesehen, man sollte immer die Lade- /Entladekurven der Kondensatoren im Kopf haben.

  1. R1 gibt Gleichstrom auf die Mikrofonkapsel

  2. Schall am Mikrofon erzeugt eine Kapazitätsänderung
    durch die Gleichspannung, die anliegt, entsteht ein Wechselstrom

  3. Hochpass durch C1 realisiert
    Gleichspannung und einige niedere Frequenzen werden rausgefiltert (je grösser C1 ist, desto mehr kleine Frequenzanteile bleiben erhalten und umso höher wird die Empfindlichkeit)

  4. durch R2 und R3 ist ein Spannungsteiler realisiert, durch den die Empfindlichkeit geregelt wird (je grösser R2/R3, desto empfindlicher)

  5. T1 schaltet bei GND, Vcc auf den Ausgang und verstärkt zudem
    vom Mirko werden nur “negative Spannungen” beachtet

  6. T2 schaltet bei Vcc, GND auf den Ausgang und verstärkt ausserdem
    der Widerstand R4 begrenzt den Basisstrom um T2 zu schützen

  7. wenn T2 schaltet wird der Kondensator C2 (im Idealfall) sofort entladen

  8. über R5 läd sich nun langsam C2 wieder (je grösser C2 bzw. je kleiner R5, desto länger die Ladedauer)

  9. T3 schaltet bei GND, Vcc, also bis C2 nicht komplett geladen ist

  10. am Ausgang von T3 entsteht eine typische Entladekurve4) eines Kondensators


Bei schnellem Input am Mikro (z.B. ständige Schüsse vom Markierer5)) passiert folgendes:

  1. T1 schaltet ständig auf Vcc
  2. T2 schaltet daduch ständig auf GND
  3. C2 läd versucht sich zwar über R5 zu laden, wird aber ständig wieder durch GND geleert
  4. da C2 nicht mehr geladen ist schaltet T3
  5. am Ausgang liegt Vcc an

Durch die Kombination von C2 und T3 wird also versucht den durchgeschalteten Zustand von T2 zu halten.

Einbau

www.erazor-zone.de_ez_projects_paintball_amod_amod2.jpg Bevor der Mod eingebaut wird sollte man erst einmal die nötigen Anschlüsse auf dem Board des Hoppers finden, benötigt wird:

Bezeichnung Beschreibung Farbe beim Amod (siehe Abbildung)
Vcc +5V Rot
GND 0V bzw - Schwarz
Signal bzw. OUT Eingang vom Board Gelb

Anschlüsse auf dem Board finden

GND

GND oder auch Masse wird aus Abschirmungsgründen immer rellativ grossflächig auf Leiterplatten verteilt, man brauch also nur schauen, wo z.B. viele Bauteile an eine grosse Fläche gehen (Mikrokontroller, Motor, Schalter).

Vcc

Da fast jedes Board einen Mikroprozessor mit TTL-Pegeln besizt sollte man dort nach Vcc suchen, ausserdem ist vor dem Mikroprozessor immer ein Festspannungsregler, der die 5V erzeugt. Der Spannungsregler ist rellativ klein und hat meistens 3-6 Anschlüsse (z.B. ein LM317).

Hat man GND bereits gefunden, kann man nun mit einem Multimeter vorsichtig die Spannungen an verdächtigen Punkten messen, der Hopper sollte dabei eingeschaltet sein.

Vcc darf nur dann Spannung haben, wenn der Hopper eingeschaltet ist.

Wichtig: unbedingt Tastköpfe verwenden, da z.B. durch Abrutschen ein Kurzschluss entstehen kann und dadurch das Board beschädigt/zerstört wird!

Signal

Zuerst wieder nach möglichen Stellen suchen, dabei eignet sich alles in der Nähe der Lichtschranken.

Die Lichtschranken bestehen immer aus einem Sende und einem Empfangsteil. Man kann beide darin unterscheiden, dass bei dem Empfangsteil meist Hochpass nachgeschaltet ist (um Gleichanteile, also Tageslicht rauszufiltern). Den Hochpass erkennt man dann an einem Kondensator (meist braunes Bauteil, ca. 1mm x 2.5mm ohne Beschriftung) und einem Widerstand (schwarzes Bauteil, ca. 1mm x 2.5mm mit kleinen Zahlen drauf). Der AMOD muss nach dem Kondensator angeschlossen werden (da ja z.B. bei langem Triggern eine Gleichspannung an liegt).

Als nächstes sollte man sich einen 5kOhm Widerstand nehmen und diesen mit Vcc verbinden und vorsichtig an den jeweiligen Punkten tasten. Da bei 5kOhm rellativ kleine Ströme fließen kann auch nichts kaputt gehen. Der Motor sollte sich dann sobald und so lange wie man an dem jeweiligen Punkt anliegt drehen.

Anschlüsse bei bekannten Boards

  • www.erazor-zone.de_ez_projects_paintball_amod_amod_evoboard_wiring_20kopie.jpg Evolution 2, altes Board (runde Schutzkappen)
  • www.erazor-zone.de_ez_projects_paintball_amod_yboard.jpg Evolution 2, y-Board (eckige Schutzkappen)
  • www.erazor-zone.de_ez_projects_paintball_amod_z-board.jpg Evolution 2, z-Board (eckige Schutzkappen, kein Poti)
  • www.erazor-zone.de_ez_projects_paintball_amod_halo.jpg Halo, Odyssey Board

Vielen Dank an Oliver Görich (CMC Sport GmbH) für die Probeboards.

Sobald der Mod angeschlossen ist, kann man an das Mikro schnipsen - der Motor sollte sich dann drehen.

Endmontage

Wer möchte kann nun die Lichtschranke vom Board abschalten, möglich ist:

  • Schutzkappen beim Sende- und Empfangsteil um 180° verkehrt herum anbringen (z.B. beim EVO)
  • Vorwiderstand beim Sendeteil auslöten (spart etwas Strom)
  • Sende- und/oder Empfangsteil auslöten (spart etwas Strom)

Da die Lichtschranke nicht so störend ist und dadurch das Feed zusätzlich immer geprüft wird, empfehle ich alles beim alten zu lassen.

Für den Mod selber braucht man nur noch einen geeignetten Platz zu finden, günstig ist es zudem, wenn man das Mikro irgendwo an das Gehäuse klebt (Heißkleber oder Tesa-Powerstrip™), da sich der Schall am Besten in festen Materialien ausbreitet.

Bestellung und Versand

AMOD 15€+1.5€ Bestellen
AMOD und Boardumbau 20€+1.5€ Bestellen
Komplettumbau des Hoppers 25€+5€ Bestellen

Privatverkauf, Bruttopreise jeweils zzg. Versand

FAQ - Frequently Asked Questions

Geht der Mod auch mit dem “3 Batterien MOD” ?

Ja, da der AMOD immer an dem Mikrocontroller vom Board angeschlossen ist und somit immer 5Volt bekommt. Der “3 Batterien MOD” erhöht lediglich die Spannung für den Motor.

Ist das normal, dass sich beim Einschalten der Kreisel kurz dreht?

Ja, ist es, da der Kondensator erst geladen werden muss und solange das nicht der Fall ist, schaltet der MOD durch.

Der Mod ist defekt bzw. funktioniert nicht richtig, was nun?

Am besten zuerst eine Fehlerbeschreibung an alexander.krause@erazor-zone.de schicken. Bei selbst eingebautem Mod gibt es i.d.R. keine Rückerstattung, bei Board- und Komplettumbau sind es mind. 2 Wochen Garantie und beschädigte Mods werden kostenlos ausgetauscht. Alle Mods wurden vor dem Versand auf richtige Fuktionsweise geprüft.

gibt es bei y und z board unterschiede mit dem Amod ist eins besser geeignet oder schlechter?

An sich geht es mit beiden Boards gleich gut, allerdings rührt das z-Board etwas länger nach (liegt allerdings nicht am Amod, sondern am Board selber) was eventuell zu Paintproblemen führen könnte.

Weitere Links

Copyright

Commercial use is not permitted!

2004-2005 © Alexander 'E-Razor' Krause

1) Munitionsbox, in der die Paintballs liegen
2) unterer Teil des Hoppers, wo die Paint später raus kommt
3) balls per second
4) tatsächlich ist es: 1-Ladekurve
5) Luftpistole, die die Paintballs verschiesst
 
wiki/projects/paintball/de.amod.txt · Last modified: 2005/08/07 23:05 by e-razor
 
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