Zusammenfassung: GBWL, Teil 1

Wesen, Rechtsform des Unternehmens

Grundlagen

Bedürfnisse

  • Psychologische
  • Sicherheit
  • soziale B.
  • Wertschätzungsb.
  • Selbstverwirklichungsb.

  • Güter zur Bedürfnisbefriedigung(materielle, immaterielle) können knapp oder frei sein
  • daher ist planmäßiger Einsatz notwendig, auch genannt wirtschaftliches Handeln

Rationalprinzip

ökonomische P. Ist die wirtschaftliche Ausprägung des Vernunftprinzips(Rationalprinzip), dieses ist systemunabhängig und wertneutral

  • Minimalprinzip: mit minimalen Mitteln ein gegebenes Ziel erreichen
  • Maximalprinzip: mit gegebenen Mitteln die maximale Zielgröße erreichen

Betrieb

Zusammenführung von Personen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit welche durch geeignete Kombination von Produktionsfaktoren Sachgüter/Dienstleistungen für Fremdbedarfsdeckung unter Berücksichtigung des ökonomischen P. und des finanziellen Gleichgewichts herstellt

Unternehmen

spezielle Form eines Betriebes aber mit Prinzip d. Privateigentums an Produktionsmitteln und Prinzip d. Autonomie bei der Erstellung von Wirtschaftsplänen, dadurch Übernahme d. Marktrisikos, weiterhin unterliegt das U. dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip(Gewinnerwirtschaftung und Maximierung)

Leistungserstellung

...durch Kombination von menschlicher Arbeit , Betriebsmittel und Werkstoffen.

  • Betriebsmittel: Maschinen, Gebäude, Grundstücke, Anlagen, Transport, Büroeinrichtungen
  • Werkstoffe: alle Güter welche durch Substanzänderung, Umformung, Verbrauch. Gebrauch anderer Güter hergestellt werden.
  • Rohstoffe: Hauptbestandteil des Fertigfabrikats
    • Mehl bei Backwaren
  • Hilfsstoffe: gehen in das Fertigfabrikat ein sind aber geringwertig
    • Leim, Schrauben
  • Betriebsstoffe: werden verbraucht, gehen aber nicht in das Produkt ein
    • Energie

  • Vollzug der Leistungserstellung in unterschiedlichen Funktionsbereichen
  • Grundregel: Kombination von Produktionsfaktoren und Transformation im Rahmen der Produktion

Produktion

physische Transformation der Produktionsfaktoren

  • Produktion kann sein: Herstellung von Erzeugnissen oder auch Ausführung einer Dienstleistung

Produktionswirtschaft

Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsprinzips unterliegt der Produktionswirtschaft, Zielsetzung:

  • kostengünstige umweltfreundliche, flexible Produktion mit hoher Qualität

Materialwirtschaft

Beschaffung von Material, Werkstoffen, Teilen und Baugruppen. Erzeugung geringer Kosten ist anzustreben bei Lagerung des Materials.

Investitionsrechnung

Beurteilung des Erwerbs von Betriebsmitteln (optimaler Ersatzzeitpunkt, Neukauf...)

Personalwesen

Bereitstellung von richtigem Personal (Betreuung, Führung, Entlohnung, Entwicklung)

Unternehmensführung

Strategische und operative Planung, Organisation(dispositiver Faktor), Mitarbeiterführung

Absatz

Verwertung erstellter Leistung, Produkte auf dem Markt absetzen

Finanzierung

Suche und Identifikation von Finanzierungsquellen

Rechnungswesen

Erfassung der Geldströme und deren Verarbeitung (für Banken Geschäftsführung, Steuerbehörden)

Anspruchsgruppen

Stakeholder ergeben sich aus vielfältigen externen und internen Beziehung,

  • eine solche Gruppe wird von dem U. beeinflusst und kann selbst auf den Erstellungsprozess Einfluss nehmen
Stakeholder
  • Kunden
  • Lieferanten
  • Eigenkapitalgeber
  • Fremdkapitalgeber
  • Öffentlichkeit
  • Arbeitnehmer

Stakeholder sind gekennzeichnet durch:

  • Ansprüche: Entstehen durch Zielsetzung von Personen/Institutionen welcher durch deren Aktivität angestrebt werden
  • Machtbasis: zur Durchsetzung der Ansprüche existieren unterschiedliche Formen der Macht
  • getragenes Risiko: unterschiedliche Arten von Risiko(Kapitalverlust, Arbeitsplatzverlust...)

durch Rechtsformen werden rechtliche (Haftung, Führungs-, Vertretungsvollmacht) und finanzielle (Kapitalbeschaffung, Gewinnverteilung) Handlungsspielräume festgelegt

Aspekte
  • Haftung
  • Leitungsbefugniss
  • Gewinnverlustbeteiligung/Entnahmerecht
  • Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten
  • Flexibilität in der Vertragsgestaltung
  • steuerliche Belastung
  • Gründungs,- Kapitalerhöhungskosten
  • Publizitätsverpflichtungen

Gesellschaftsformen

Personengesellschaften

Existenz des U. hängt eng mit der der Person als Gesellschafter zusammen

Kapitalgesellschaften

wirtschaftliche Mitgliedsbeziehungen

Merkmale EU OHG KG stille Gesellschaft GbR
Vertretung + + KD:- KP:+ - +
Mindestkapital 0 ??? ??? nach Satzung 0
Limited
  • in allen EU Staaten anerkannte Gesellschaft, solang sie auch in der EU gegründet wurde
  • Kaptialgesellschaft(ähnlich GmbH)
  • Eintrag ins Handelsregister in England, keine notarielle Beurkundung, Gründungsurkunde durch Registerbehörde
    • keine Geschäftstätigkeit in England notwendig, aber ein “registered Office” zur Einsichtnahme
  • Zweigniederlassung sind möglich
  • Jahresabschluss/Geschäftsbericht ist dem “englischen Register” vorzulegen
  • Vorteile:
    • Mindestkapital 1 Pfund
    • kurzfristige Gründung(paar Tage)
    • Gründungskosten ca. 500€ (keine Notargebühren)
    • unterliegt engl. firmenfreundlichen Gesellschaftsrecht
  • Nachteile:
    • nur geringe Haftungsbeschränkung → Misstrauen bei Geschäftspartnern
    • wenig bekannte Rechtsform (rechtliche Unklarheiten)
    • zusätzliche Kosten durch Rechtsunsicherheit (Beratung wird notwendig)
    • zwei Rechtssysteme sind wirkend
      • Gesellschaftlich: eng
      • steuerlich/bilanziell: eng+deu

Rechtsformen

Anspruchsgruppen

Unternehmensführung

Begriff der Unternehmensführung

  • Führung bezeichnet:
    • Willensbildung und Durchsteztung gegenüber anderen Personen durch soziale Beeinflussung
    • Übernahme der damit verbundenen Verwantwortung
  • Als Bestandteil der Unternehmensführung existieren zwei Bedeutungen
    1. Führung als Prozess der Willensbildung- und Durchsetzung
    2. Führung als Instition

Führung als Prozess der Willensbildung- und Durchsetzung

Führung als Prozess beschreibt die Vorbereitung zielgerichteten Handelns durch Auswahl einer optimalen Möglichkeit und deren Realisierung und Kontrolle

Phasen

  1. Willensbildung
    (Anregung, Zielbildung, Problemanalyse, Alternatviensuche, Prognose, Bewertung, Entscheidung)
  2. Willensdurchsetzung
    (Realisierung, Kontrolle)
    • Initierung durch interne/externe Anregungsinformationen
    • Zielsetzung def. Konkretes Ziel, analysiert Probleme
  3. Informationsgewinnung:
    Findung von Alternativen für Problemlösung und Sicherstellung der objektiven Behandlung von Alternativen

  • Unternehmensplanung wird als systematische Vorbereitung der Zukunftsgestaltung des U. zum Zweck der Risikoerkennung- und Redukution, der Zielorientierung, der Komplexitätsreduktion und der Flexibilitätserhöhung betrachtet
  • Entscheidung folgt nach der Planung.
  • Rückkopplungen zwischen Phasen der Willensbildung und der Willensdurchsetzung
  • gesamte Planungsphase ist mit Entscheidungen und Kontrollen durchsetzt, ebenso wie Phasen Realisation und Kontrolle
  • auch ungeplante Entscheidungen sind möglich
  • bei Realisierung steht die Willensdurchsetzung im Vordergrund
  • Aufgabe der Kontrolle ist der Vergleich der angestrebten Ziele mit den erreichten → wiederum neue Entscheidungsprozesse

Führung als Institution

Unterscheidung in drei Ebenen:

  1. Führungs-
    • höchste Entscheidungszentrum
  2. Leitungs-
    • Erreichen der er durch die Unternehmesführung vorgegebenen Unternehmenszeile durch Anordnung, Anleitung und Kontrolle
    • Entscheidungen der Unterehmensleitung sind aus Entscheidungen der Unternehmensführung abgeleitet
    • Träger von Führungsentscheidungen sind Unternehmenseigentümer selbst oder bestellte Führungsorgane
    • Eigentümerunternehmen:
      • Eigentum und Unternehmesführung in einer Hand
      • Fallen Anteilsbilanz und Geschäftsführungsfunktion auseinander so handelt es sich um ein Manager U.
    • Arbeitnehmer als Träger des Mitbestimmungsrechts können auch Teil der Unternehmensführung darstellen
    • Institutionen des Mitbestimmungsrechts:
      • Betriebsräte
      • Entsendung Arbeitnehmervertreter in die Aufsichtsräte
      • Arbeitsdirektoren
  3. Ausführungsebene

Unternehmenskulturen

Begriff

Kultur ist die Gesamtheit von Normen und Wertvorstellungen und Denkhaltungen, besteht bewusst als auch unbewusst, gilt als überliefert, ist dynamisch

  • Unternehmensführung nimmt großen Einfluss auf die Kultur
  • Kultur soll mit den Unternehmenszielen übereinstimmen, ständige Wechselwirkung

Dimensionen

  1. Nationale Kultur
    • Machtdistanz
    • Individualismus vs. Kollektivismuss
    • Maskulinität vs. Feminität
    • langfristige vs. Kurzfristige Orientierung
  2. interne Kultur
    • negative Effekte der Unternehmenskultur:
      • Erzwingen von Konformität
      • Behinderung von interner Kritik und konträre Meinungen, da Motivaiton zu Erhaltung des kulturellen rahmens größer ist als Bereitschaft internen Widerstand zu zulassen
      • Tendenz zu Abschottung, da externe Warnsignale und Kritiken unterdrückt bzw in Entscheidungsprozess nicht eingebunden werden...

Typen

  • Kriterien:
    • Risiko bei Entscheidungen
    • Feedback über Erfolg
  1. Brot und Spiele Kultur:
    • geringes Risiko
    • schnelles Feedback über Erfolg durch von ihnen getroffenen Entscheidungen
    • starke Außenorientierung und unkomplizierte Teamarbeit
    • lockere Unternehmensfeiern und häufige Auszeichnungen (Fahrer des Monats)
  2. Prozess-Kultur:
    • geringes Risiko
    • Feedback kommt nur langsam
    • Prozess steht im Mittelpunkt nicht das Gesamtziel
    • Streng hierarchische Ordnung von Büro, Umgangsformen und Einkommen
    • Misstrauen und Absicherung bestimmt die Handlungsweise
    • Emotionen sind schlecht
  3. Macho-Kultur:
    • Entscheidungsrisiken und Feedback Geschwindigkeit hoch
    • wichtig sind Individuen die schnell große Risiken eingehen
    • Visionen und Draufgängertum ist erwünscht
    • Erfolge/Misserfolge werden schnell an Personen festgemacht (Auf-/Abstieg derer)
  4. Analytische-Projekt-Kultur:
    • hohes Risiko der Mitarbeiter
    • lang auf sich wartendes Feedback
    • Bereich langfristiger großer Projekte
    • intensive Diskussionen
    • ruhige analytische Arbeitsweise
    • Sitzungen sind sehr wichtig

Formen und Ablauf der Planung

Warum Planung?

  • Festlegung der betrieblichen Ziele und der Aktivitäten die zur Erreichung notwendig sind
  • Grundanforderung: soll rationell sein
  • zwei Arten von Rationalität:
    1. instrumentelle/prozedurale
    2. inhaltliche
instrumentelle/prozedurale Rationalität
  • auf Mittel-Zweck Beziehungen ausgelegt
  • mit jedem Zielsystem vereinbar
  • im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Handeln auch als ökonomisches Prinzip bekannt
  • für Führungs- und Entscheidungsprozesse entscheidend
inhaltliche Rationalität
  • das verfolgte Ziel muss dem Zielsystem entsprechen, welches dann Beurteilungsmaßstab ist
  • ist eine normative Form der R.

für eine rationale Entscheidung sind die Kriterien

  • Streben nach Rationalität
  • Prozedurale R.
  • Konsistenz

erforderlich

Konsistenz

  1. Streben nach rationaler Entscheidung
  2. exakte Problembeschreibung/definition, Prozedur zur Lösung muss auf R. geprüft werden (Richtigkeit und Effizienz der Informationsbeschaffung)
  3. Erwartungshaltung überprüfen: Korrektheit und Vorhandensein der zukunftsrelevanten Informationen und Fakten, Wahrnehmungsverzerrungen?

Konsistenz wird unterteilt in

  • formale
    • Verwendung problemspezifischer Methoden und Instrumente der Informationsverarbeitung
    • Beachtung der Relevanz
    • Vollständigkeit
    • Zuverlässigkeit der verwendeten Informationen
  • inhaltliche
    • Zukunftsorientierung
    • Vergleichbarkeit und Transivität
    • Invarianz und Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen
    • Entscheidung wird nur nach den zukünftig resultierenden Effekten beurteilt
    • Präferenzen müssen konsistent und geordnet sein
    • Entscheidung darf nicht von der Darstellungsform der Konsequenzen (der Alternativen) abhängen
    • bei substanziel gleichen Szenarien und unterschiedlichen Darstellungsformen muss die Entscheidung die selbe bleiben
    • uninteressante Alternativen dürfen die Entscheidung nicht beeinflussen

Planungsgrundsätze

Vollständigkeit

alle Ergebnisse, Tatbestände, Vorgänge sind in die Planung, die wichtig und relevant für die Lösung der Führungsaufgaben sind, ein zu beziehen

Genauigkeit

dem Problem angemessener Genauigkeitsgrad ist anzustreben

Eindeutigkeit,Einfachheit,Klarheit

Undeutliche Pläne führen zu Missverständnissen

Stetigkeit

Plan muss immer eingesetzt werden können, muss langfristig sein

Elastizität und Flexibilität

eintretende Änderungen der Umweltbedingungen oder betriebliche Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden (Alternativpläne)

Wirtschaftlichkeit

erzielter Ertrag muss dem Aufwand entsprechen

Planungsarten

  • strategische Planung
  • taktische Planung
  • operative Planung
  • Top-Down-Planung:
    • von oberer Führungsebene zu unteren (Präzisierung des Gesamtplans in Teilpläne durch untere Ebenen)
    • Teilpläne entsprechen in hohem Maße der Zielsetzung des U.
    • Nachteil:
      • vorgegebene Planwerte können nicht erfüllt werden und nicht alle Ebenen werden mit einbezogen(Demotivation)
  • Bottom-Up-Planung:
    • von unten nach oben
    • Vorteile:
      • Planung geht direkt vom Betroffenen aus(realistische Pläne)
      • Förderung der Motivation
    • Nachteil:
      • Überschneidung der Teilpläne

Planung allgemein

Ausgangspunkt der Planung sind die Ziele

Ziele haben folgende Funktion:

  • Rechtfertigung von Handlungen
  • Handlungsanleitung
  • Motivation
  • Maßstab der Leistungsbeurteilung
  • Informationen von Unternehmensmitgliedern und Nicht-Mitgliedern über Absichten des U.

Ziele können einander ergänzen sich ausschliessen oder in Konkurrenz zu einander stehen

Instrumente zur Veranschaulichung der aktuellen Situation der einzelnen Geschäftseinheiten

  • Portfolio-technik
    • Analyse des Produktlebenszyklus

Portfolio

== zweidimensionale Matrix

  • beschreibt Zusammenstellung verschiedener Investitionsobjekte(Produkte, Standorte..)
  • Bildung von Investitions- und Liquidationsobjekten durch die einzelnen Geschäftsfelder
  • Abszisse: beeinflussbare Größe
  • Ordinate: nicht beeinflussbar Größe
  • Arten:
    • Marktattraktivitäts-Wettberwerbsvorteil-Portfolio
    • Marktwachstums-Marktanteil-Portfolio

Marktwachstums-Portfolio
  • Abszisse:
    • relativer Martanteil
    • ergibt sich aus Quozient d. Marktanteils des analysierdenen U. und dem Anteil des nächstgrößeren Wettberwerbers
    • größer 1 ist eine hoher Marktanteil
  • vier Felder:
    1. Question Marks:
      • Produkte die kurz auf dem Markt sind
      • Markterfolg ungewiss
      • Erhöhung Marktanteil erfordert hohe Investitionen im Marketing und Absatzkapazitäten
      • Anzahl der erwirtschafteten Rückflüsse ist geringer als bei Starprodukten
    2. Stars:
      • hoher Marktanteil und wachsendes Marktvolumen
      • Investition in Absatz und Produktionskapazitäten zur Festigung der Position
      • keinen Teil der Investition selbst erwirtschaften
    3. Cash Cows:
      • hoher Marktanteil in gering wachsendem Markt
      • keine neuen Investitionen
      • erwirtschaftete Rückflüsse können für Investitionen in anderen Segmenten genutzt werden
    4. Dog-Segment:
      • geringer Marktanteil in schrumpfenden Geschäftsfeld
      • Rückflüsse sollten so lang wie möglich erzielt werden, so lang keine Investitionen getätigt werden müssen
  • Ordinate:
    • relativers Wachstum
    • Einstufung als hoch oder niedrig
    • Entwicklungsweg: Question-Mark → Star-Segment → Cash-Cow-Segment → Dog-Segment
    • ausgewogenes Portfolio == Cash-Cow-Segment- Produkte erwirtschaften soviel Rückflüsse eine Investition zu tätigen in anderen Segmenten

Kritik:

  • Reduktion komplexer Sachverhalte auf nur 2 Dimensionen
  • Vernachlässigung von Merkmalen bei Bestimmungsfaktoren der Geschäftsbereiche und Produkte
  • pauschale Ableitung von Strategien, sind normalerweise nur unter speziellen Situationen representativ
  • Normstrategien sind problematisch
Analyse des Produktlebenszyklus

beschreibt das Zeitintervall zwischen Konzipierung und Aussonderung des Produktes

Ausgangspunkt: Produkte und Branchen und auch Märkte folgen einer gesetzmäßigen Entwicklung, welche idealtypisch in Phasen einteilbar ist

Märkte und Produkte haben begrenzte Lebensdauer und durchlaufen diese Phasen

  1. Analyse Unternehmen und dessen Umfeld
  2. Entwicklung von Geschäftsfeldstrategien zur Bestimmung von Wettbewerbsvorteil
    besser Leistung einer Geschäftseinheit mit folgenden Merkmalen:
    • wird vom Kunden wahr genommen
    • sind für den Kunden wichtig
    • kann von der Konkurrenz nicht einfach limitiert werden

Wettberwerbsvorteil ist nur sinnvoll wenn ein Preis erzielt wird der die Kosten deckt abhängig von Wettberwerbsvorteilen (überlegene Kostenposition oder Nutzenvorteil) ergeben sich folgende Strategien:

  • Kostenführerschafts/Volumenstrategie
    • Produkt unterscheidet sich kaum materiell von anderen, ist aber günstiger
    • um Preis halten zu können muss das U. Kostenführer sein (Fielmann,LIDL)
      • Kostenführerschaft erreicht man durch
        • Ausnutzung struktureller Kostenunterschiede
          (U.Größe, Erfahrungswerte sind strukturelle Bestimmungsgrößen und erzielen Vorteile unter Umständen)
        • Kostenmanagment
          (Beeinflussung von Entwicklungs, Produktions, Bertriebskosten schon frühzeitig)
        • Differenzierungsstrategie
          (einziartige Produkteigenschaften sollen Kunden überzeugen, höhere Preise)
        • Einzigartigkeit
          (Energieverbrauch, technische Leistung, auch die Marke(subjektiv))
        • Differenzierung durch Qualität, Zeit, Marke und Kundenbeziehung
          (Miele, Bang & Oluffsen, UPS)
  • Nischenstrategie
    • zielt auf bestimmtes Marktsegment, welches durch homogene Kundenwünsche spezifiziert ist
      (Karmann, Pustefix, Hiscox)
    • ist eine Art fokussierte Kostenführerschaft aber auch fokussierte Differenzierung, da sie entweder Wettberwerbsvorteil durch Kostenvorteil oder durch Nutzenvorteil in einem klar abgegrenzten Segment erzielt
    • Bewertung durch dynamische Investitionsrechenverfahren
      • Maßstab dabei sind immer die Unternehmensziele
      • Umsetzung in der operativ-taktischen Ebene

Organisation

  • bedeutet zweckhafte Gestaltung einer Einheit aus einer Vielfalt von einzelnen Faktoren
  • dient dem betrieblichen Vollzug von geplanten Aktivitäten
  • Planung → Organisation → Handlung
  • System betriebsgestaltender Regelungen in Form von Anweisungen, Richtlinien und Übereinkommen nachdem sich das Geplante im U. vollziehen soll
  • führt durch Regelungen die am Produktionsprozeß beteiligten Produktionsfaktoren zusammen
  • welche Augabe von welcher Stelle erfüllt
  • 3 Grundelemente
    1. Aufgabe
    2. Stelle
    3. Verbindungswege zwischen den Stellen

Stelle

  • kleinste organisatorische Einheit im Unternehmen
  • umfasst Aufgaben und Teilaufgaben
  • wird für eine abstrakte Person geschaffen
  • Verbindungswege:
    • Transport-
    • Kommunikations-
      • Mitteilungs-
      • Entscheidungsweg

Grundprinzipien/Einteilungen

zentrale Organisation
  • alle gleichartigen oder ähnlichen Arbeiten werden von einer Stelle aus erledigt
  • Vorteile:
    • Einsatz hochqualifizierter Arbeitskräfte
    • hochleistungsfähige maschinelle Organisationsmittel
    • Konzentration der Interessen
    • Einheit von Entscheidungen
  • Nachteile:
    • überlastete und teilweise bürokratisch arbeitende Führungs- und Leitungsstellen
    • Beeinträchtigung von Eigeninitiative und Verantwortungsfreudlichkeit untergeordneter Stellen
dezentrale Organisation
  • Aufgaben, Entscheidungs- und Befehlsbefugnisse werden an untergeordnete Funktionsträger übertragen
  • Vorteile:
    • höhere Flexibilität
    • Entlastung der übergeordneten Instanzen
    • Selbstständigkeit der dezentralen Funktionsträger
  • Nachteile:
    • mögliche Kompetenzstreitigkeiten
    • unterschiedliche Entwicklung und Auslegung identischer Entscheidungsfragen
generelle Regelungen
  • gleiche Vorgänge
  • treten meist in gleichen Abständen auf
  • meist schriftlich fixierte Geschäftsgrundsätze
fallweise Regelungen
  • Entscheidungen gelten nur für einmaligen Vorgang
  • meist für komplizierte unterschiedliche Probleme
  • Augenblicksentscheidungen

Aufbauorganisation

  • Zweck: arbeitsteilige Gliederung und Ordnung des Leistungserstellungsprozesses durch Bildung und Verteilung von Stellen
  • Ziel: möglichst exakte Abgrenzung von Unternehmensbereichen, Zuständigkeiten und Verantwortung
Stellenbildung
  • Zerlegung von Hauptaufgaben in Teilaufgaben
Vorgehensweise
  1. Aufgabenanalyse
    • Vorbedingung des Organisierens
    • Untersuchung der Bestimmungselemente
      • Was ist durch welche Art von Tätigkeit zu erreichen?
      • Durch wen soll die Aufgabe gelöst werden?
      • Mit welchen Sach- und Arbeitsmitteln?
      • An welchem Ort?
      • Bis zu welcher Zeit?
  2. Aufgabensynthese
    • Gruppierung der Teilaufgaben
    • Vorbereitung der Stellenbildung
  3. Stellenbildung
    • eine Stelle kann aus ein oder mehreren Teilaufgaben bestehen
    • sollte für das normale Leistungsvermögen einer imaginären Person gebildet werden
    • Zuständigkeitsordnung wird festgeschrieben
    • Abschluß der Stellenbildung
  4. Abteilungsbildung
    • beinhaltet mehrere Stellen
    • haben Befehlsgewalt
Abteilungsformen
  • Einliniensystem
  • Stabliniensystem
  • Mehrliniensystem
  • Spartenorganisation
  • Matrixorganisation

Ablauforganisation

  • Regelung in Hinblick auf die Faktoren: Raum, Zeit, Sachmittel und Person
  • Ergänzung zur Aufbauorganisation
  • Ziel: möglichst effiziente Gestaltung des Arbeitsprozesses
  • Teilung der Elementaraufgaben in Einzelschritte
  • Zuweisung der Arbeitsteile zu den Arbeitsträgern
  • Problem: motivierende Arbeitsinhalte müssen geschaffen werden

Personal

  • Gesamtheit der Personen, die in einem Unternehmen eingesetzt werden

Blickwinkel

  • Personal als Leistungsfaktor
  • Personal als Kostenfaktor
  • Personal als Individuen

Personalplanung

  • Personalbedarfsplanung
  • Personalbestandsanalyse
  • Personalbeschaffungs- bzw. -abbauplanung
  • Personaleinsatzplanung
  • Personalentwicklungsplanung

Motivation

Führungserfolg abhängig von:

  • Vorgesetzter: Führungsstil, Persönlichkeit, Motivation
  • Gruppe: Mitglieder, Größe, Struktur, Gruppenmoral, Zielstellung
  • Situation: Aufgabenstruktur und -inhalt, Umwelt
Verhalten von Individuen

Aspekte einer Person:

  • Instinkte/Triebe
  • Bedürfnisse/Motive
  • Werte
  • Einstellungen
  • Qualifikation
  • Persönlichkeit
Verhalten von Gruppen
  • Phasen der Gruppenentwicklung
    1. Kennenlernen
      • Unsicherheit zur anderen Person und der Aufnahme der eigenen Person
    2. Orientierung
      • Aufaben und Vorgehensweise feststellen
    3. Machtkampf
      • Macht- und Interessenkonflikte
    4. Organisation
      • Hierarchie
      • Zuteilung der Position
      • Abstimmung der Vorgehensweise
    5. Produktion
      • Erfüllung der Aufgabe
      • Entstehen von Gruppenkohäsion und Zufriedenheit
    6. Auflösung
      • Aufgabe ist erfüllt
      • Distanzierung

Kontrolle und Controlling

 
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